Häufig gestellte Fragen
iMSys steht für intelligentes Messsystem und ist die Bezeichnung für einen digitalen Stromzähler, der automatisch Verbrauchsdaten über ein Smart Meter Gateway sicher und verschlüsselt übermittelt. Diese Technologie ermöglicht eine verbrauchsgenaue Erfassung ohne manuelles Ablesen, erleichtert die Steuerung des Stromnetzes und der BHKW und ist eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende. Das iMSys besteht aus:
1.) Moderne Messeinrichtung (mME): Der digitale Zähler selbst, der den Stromverbrauch digital erfasst.
2.) Smart Meter Gateway (SMGW): Das Kommunikationsmodul, das die Messwerte sicher und verschlüsselt an den Messstellenbetreiber übermittelt.
Eine iMSys-Steuerbox ist eine Zusatzkomponente eines intelligenten Messsystems (iMSys), die netzdienliche Steuerungssignale empfängt und übersetzt. Sie ermöglicht es Netzbetreibern, Erzeugungsanlagen gezielt zu drosseln oder einzuschalten, um das Stromnetz zu entlasten. Die Verwendung der Steuerbox ist gesetzliche Pflicht für Stromerzeugungsanlagen ab 2 kWel.
Ein wettbewerblicher Messstellenbetreiber (kurz: wMSB) ist ein privates, von Kunden frei wählbares Unternehmen, das im Wettbewerb zum grundzuständigen Messstellenbetreiber (gMSB) agiert. Die Hauptaufgaben eines wMSB umfassen den Einbau, Betrieb und die Wartung von Messstellen (z.B. iMSys). Im Gegensatz zum gMSB, der gesetzlich für ein bestimmtes Netzgebiet zuständig ist, falls kein Anbieter gewählt wird, bietet der wMSB seine Dienstleistungen aktiv auf dem Markt an.
Der wMSB hat eine wichtige Rolle im liberalisierten deutschen Energiemarkt, indem er Wettbewerb schafft und die Einführung moderner, digitaler Zählertechnologien wie das iMSys vorantreibt. Insbesondere dort, wo gMSB noch keine iMSys für KWK-Anlagen zur Verfügung stellen (Ursache ist der schleppende Roll-Out von iMSys durch die gWSB, weswegen die Bundesnetzagentur im Sommer 2025 700 von 810 gMSB abgemahnt hat und nun Bußgelder verhängen wird).
Die inexogy smart metering GmbH & Co. KG (kurz: inexogy) ist ein deutsches Unternehmen, welches als wettbewerblicher Messstellenbetreiber im Bereich Smart Metering (intelligente Stromzähler, iMSys) tätig ist. Seit 13 Jahren werden Smart-Metering-Lösungen angeboten. Mit dem Betrieb einer Gateway Plattform für hochaufgelöste Daten werden alle relevanten Anwendungsfälle rund um den Messstellenbetrieb abgedeckt. Zu den Kunden zählen Stadtwerke, Energieversorger, Netzbetreiber, Photovoltaikunternehmen, Mobilfunkanbieter und die Immobilienwirtschaft.
Die inexogy wurde im September 2025 mehrheitlich vom Energiedienstleister Techem übernommen, agiert aber weiterhin als eigenständiges Unternehmen.
Die Jahreskosten für ein iMSys (direktmessend, 60A/100A, 3-Punkt Befestigung) betragen 50 EUR und für die Steuerbox 50 EUR. Hinzukommt eine einmalige Installationspauschale von 131 EUR. Alle vorgenannten Kosten mit Stand 04.09.2025 und inkl. gesetzlicher Mehrwertsteuer.
Im Vergleich mit veröffentlichten Preisen von gMSB sind die Kosten zum Teil deutlich niedriger.
Im Vergleich zur bisherigen Messtechnik, die aber nicht mehr eingesetzt werden darf, steigen die Messkosten jährlich um etwa 30 EUR (ohne Kosten für die Steuerbox). Das iMSys reduziert jedoch durch die digitale Datenerfassung und automatische Verarbeitung den Arbeitsaufwand für gesetzliche Meldepflichten (bspw. § 15 (4) Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)), so dass der iMSys Einsatz insgesamt die Gesamtkosten des XRGI® Betriebes reduziert.
Ja. Deutschlandweit. In allen Netzgebieten. Dies bestätigt auch die Bundesnetzagentur und führt aus:
„Kunden können einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber (wMSB) mit der Durchführung des Messstellenbetriebs an ihrer Messstelle beauftragen, wenn durch diesen ein einwandfreier Messstellenbetrieb gewährleistet ist. Diese Messtelle muss dann entsprechend nicht durch den gMSB ausgestattet werden“
(Quelle: FAQ der Bundesnetzagentur, Internet 15.10.25)
Nach § 14 (1) Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) ist die Stromerzeugung zu messen. Der Messstellenbetrieb hat nach den Vorgaben des Messstellenbetriebsgesetz (MSBG) zu erfolgen. Im § 29 (1) MSBG ist festgelegt, die Messung hat für KWK-Anlagen über 7 kWel mit einem iMSys zu erfolgen. In § 9 (1) Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) wird die iMSys Einsatzgrenze auf 2 kWel reduziert.
D.h. die früher übliche freie Wahl des Messystems wurde aufgehoben, und eine bundesweit einheitliche Schnittstelle zur Datenverarbeitung zu etablieren, um damit das iMSys als zentraler Verteilstelle von Mess- und Steuerdaten zu nutzen (Stichwort: Smart Grid).
Das iMSys ist bei inexogy mit 3-Punkt- und Steckbefestigung verfügbar. Besteht ein TAB-Zählerplatz für die Messung der XRGI® Stromerzeugung, wird das iMSys dort eingebaut.
Erfolgt hingegen bisher die Messung mit dem Carlo Gavazzi Hutschienenzähler im iQ Schaltschrank (iQ 10, iQ 15 oder iQ20), ist in der Stromleitung zwischen XRGI® und Stromverteilerkasten ein Zählergehäuse (bspw. spelsberg ZKi 1) zu installieren. In diesen kann das iMSys samt Steuerbox eingebaut werden.
Die Nutzung eines preiswerten Zählergehäuses anstatt eines teuren TAB-Zählerplatzes ist erlaubt; entsprechende ist in der VDE-AR-N 4105 in Kapitel 7 festgelegt.
Die Steuerbox wird auf einer Hutschiene des iMSys installiert. Das iMSys besteht aus einer modernen Messeinrichtung (mME) bzw. Basiszähler und einen Smart Meter Gateway, welches auf der Hutschiene des mME installiert ist. Neben dem Gateway wird die Steuerbox installiert. Die gesamte Installation erfolgt durch einen inexogy Mitarbeiter.
Für die Bestellung wurde eine digitale Bestellstrecke, die massentauglich ist, eingerichtet. Die Nutzung ist selbsterklärend, und alle Preise und Vertragsdetails sind vorhanden. Hierüber kann das iMSys und die Steuerbox geordert werden. Im Rahmen des Bestellprozesses sind auch Fotos vom Zählerplatz hochzuladen, damit die Einbausituation geprüft werden kann.
Nach dem Abschluss der digitalen Bestellung erfolgt eine kaufmännische und technische Prüfung bei inexogy. Hiernach wird der Messstellbetrieb von inexogy über den WIM-Prozess beim zuständigen VNB beantragt. Nach den aktuellen gesetzlichen Regelungen kann sich der VNB hierfür bis zu 6 Wochen Zeit nehmen.
Liegt die Bestätigung des VNB vor, wird der Einbautermin von inexogy mitgeteilt. Üblicherweise dauert der Prozess zwischen 4 bis 10 Wochen.
Sobald das Repowering beauftragt ist, sollte der Anlagenbetreiber oder jemand in dessen Auftrag das iMSys und die Steuerbox in der digitalen Bestellstrecke ordern. Erfolgt die Installation der XRGI® BHKW vor der Zählersetzung durch inexogy, gilt:
a.) Ist ein bestehender Zähler außerhalb des iQ Schaltschranks vorhanden, kann dieser weiter bis zur Zählersetzung durch inexogy genutzt werden. Die Zählerstände bei XRGI® Aus- und Einbau sind in einem Protokoll mit Foto festzuhalten.
b.) Wurde der Carlo Gavazzi Hutschienenzähler im iQ Schaltschrank genutzt, ist für das iMSys ein Zählergehäuse (bspw. spelsberg ZKi 1) zu installieren. Dort kann, in Abstimmung mit dem VNB, übergangsweise ein normaler Dreipunktzähler eingebaut werden, der die im XRGI® erzeugte Strommenge bis zur iMSys Setzung durch inexogy misst. Die Zählerstände beim Aus- und Einbau sind in einem Protokoll mit Foto festzuhalten.
Sobald das XRGI® beauftragt ist, sollte der Anlagenbetreiber oder in dessen Auftrag das iMSys und die Steuerbox in der digitalen Bestellstrecke ordern. Idealerweise kann die Zählersetzung durch inexogy zum Ende der Installation des XRGI® vereinbart werden. Ist dies nicht der Fall, kann, in Abstimmung mit dem VNB, übergangsweise ein normaler Dreipunktzähler eingebaut werden, der die im XRGI® erzeugte Strommenge bis zur iMSys-Setzung durch inexogy misst. Die Zählerstände beim Einbau sind in einem Protokoll mit Foto festzuhalten.
Ja. Die Schnittstelle zwischen iMSys mit Steuerbox zu Erzeugungsanlagen ist definiert (Tenorziffer 2a der Festlegung BK6-22-300 der Bundesnetzagentur).
Ja. Der gMSB bestimmt den Zeitpunkt in seiner „Smart Meter Roll-out Planung“; dies ist eine gesetzliche Pflicht. Ist im Vorfeld ein Zähler zu tauschen, empfehlen wir direkt ein iMSys einzubauen.